Das Berliner Hunde-ABC
Berlin ist nicht nur die Hauptstadt der Menschen, sondern auch die der Hunde. In keiner anderen deutschen Stadt sind pro Einwohner so viele Hunde gemeldet, wie in Berlin. Daher werden Sie mit Ihrem Vierbeiner hier gar nicht auffallen. Einige Regeln gilt es aber auch in Berlin zu beachten, damit das Miteinander mit Mensch und Hund reibungslos funktioniert.
Ableinen
In Berlin gilt das Gesetz über das Halten und Führen von Hunden in Berlin vom 29. September 2004 (GVBl. S. 424), zuletzt geändert durch Gesetz vom 23. Juni 2005 (GVBl. S. 338)§ 3Leinenpflicht (1) Hunde sind1. in öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen,2. in Waldflächen, die nicht an den Zugangswegen durch besondere Schilderausdrücklich als dafür freigegeben gekennzeichnet sind (Hundeauslaufgebiete),und3. auf Sport- und Campingplätzen sowie in Kleingartenkolonien an einer höchstens zwei Meter langen Leine zu führen. Die Leine muss so beschaffen sein, dass derHund sicher gehalten werden kann. Darüber hinausgehende Vorschriften bleiben unberührt.(2) Hunde sind1. in Treppenhäusern, sonstigen der Hausgemeinschaft zugänglichen Räumen und auf Zuwegen von Wohnhäusern,2. in Büro- und Geschäftshäusern, Ladengeschäften, Verwaltungsgebäuden und anderen öffentlich zugänglichen baulichen Anlagen3. bei öffentlichen Versammlungen und Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,4. in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Bahnhöfen sowie in und an den dazugehörigen Gebäuden und Haltepunkten und5. in Fußgängerzonen sowie auf öffentlichen Straßen und Plätzen mit Menschenansammlungenan einer höchstens einen Meter langen Leine zu führen. Absatz 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.
Hundeauslauf in Grünanlagen: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/ ...Hundeauslauf in Forst und Wald: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/ ...
Damit der Hundeauslauf im Einklang mit den Erholungsbedürfnissen aller anderen Waldbesucherinnen und Waldbesucher steht und der Wald mit seiner Tier- und Pflanzenwelt und seinen wichtigen Schutzfunktionen für Boden, Grundwasser, Stadtklima nicht überstrapaziert wird, sind auch in Hundeauslaufgebieten einige Regeln zu beachten:
- Hunde müssen immer im Einwirkungsbereich des Hundehalters sein und jederzeit zurückgerufen werden können. Andernfalls sind sie auch in Hundeauslaufgebieten anzuleinen.
- Andere Erholungssuchende dürfen nicht belästigt oder gefährdet werden. Die Erholung anderer hat auch im Hundeauslaufgebiet Vorrang.
- Auch Hundeauslaufgebiete sind Lebensräume für Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere. Diese Tiere dürfen durch Hunde nicht gestört oder gefährdet werden. Insbesondere das Hetzen von Wild ist unbedingt zu vermeiden und kann empfindlich geahndet werden.
- In der warmen Jahreszeit sollten Hunde an von Menschen genutzten Badestellen nicht freilaufen und schwimmen.
- Das Ausgraben von Erholungsbänken, Buddeln an Hängen und auf Wegen ist wegen der Folgen für die Erholungsnutzung und die Stabilität der Wälder nicht zulässig.
- Das Betreten von Kinderspielplätzen mit Hunden ist nicht gestattet.
- Verunreinigungen von Hunden sind nur dort zulässig, wo die Allgemeinheit nicht belästigt wird. Auf Wegen, Parkplätzen, Liegewiesen sowie an Badestellen und anderen Erholungseinrichtungen sind sie zu vermeiden oder durch den Hundehalter zu entfernen.
- Eingezäunte Bereiche und gekennzeichnete Naturschutzgebiete sind nicht Teil des Hundeauslaufgebietes. Hier ist das Freilaufen von Hunden verboten. (…) Ein verträgliches Miteinander von Radfahrern, Joggern, Reitern und Spaziergängern mit und ohne Hund erfordert ein hohes Maß an gegenseitiger Rücksichtnahme. Der wertvolle Erholungs- und Lebensraum Wald wird nur dann nachhaltig gesichert werden, wenn wir alle schonend mit ihm umgehen und die Interessen anderer Waldbesucherinnen und -besucher respektieren.
Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
Gift
Berlin ist eine Großstadt. Hier wimmelt es nicht nur auf den Straßen, sondern auch da drunter. Um beispielsweise den Ratten in der Stadt Einhalt zu gebieten, wird in manchen Gebieten Gift ausgelegt. Dieses wird aber durch Aushänge angekündigt. Bitte darauf achten. Grundsätzlich gilt aber in Berlin wie überall anders auch, dass Hunde nichts von der Straße fressen sollten. Achten Sie auf Ihren Vierbeiner. Gesunde Vorsicht ist angesagt. In Berlin lebt ein Hund aber nicht gefährlicher als anderswo.
Kot
Die meisten Auslaufgebiete verfügen über Kotbeutelspender mit gratis Beuteln. Jeder Hundebesitzer ist verpflichtet, den Kot seines Hundes wegzumachen. Es empfiehlt sich daher, immer ein, zwei Beutel dabei zu haben. In manchen Stadtgebieten wird dieser Pflicht leider nicht sorgfältig nachgegangen, was für jeden Spaziergänger, ob mit oder ohne Hund, sehr unangenehm sein kann. Diesen schlechten Beispielen sollte nicht gefolgt werden. Gehen Sie lieber mit gutem Beispiel voran.
Taxi
Als Hundehauptstadt wird Berlin seinem Ruf gerecht. Hier gibt es nicht nur Taxen für Menschen, sondern auch fürs Tier. Wenn Sie bequem von A nach B kommen möchten und sich nicht mit der Berliner Schnauze eines Taxifahrers auseinandersetzen wollen, weil dieser Angst um die Sauberkeit seines Fahrzeugs hat, dann rufen Sie doch einfach das Tiertaxi.
Berliner Tierdroschke
Inh. Traute Stein und Michael WestphalGenfer Straße 6913407 BerlinTelefon 0162.2071818 tierdroschke@freenet.de
TierTaxi Berlin
Inh. Diana DeißingSchwanebecker Chaussee 1216321 Bernau bei BerlinTelefon 0177.3050703tiertaxi@gmx.dewww.tiertaxi-berlin.de
Verkehr
Der Berliner Verkehr ist sicher "unterhaltsamer" als der Verkehr in Hankensbüttel oder Müritz an der Knatter. Wenn Ihr Vierbeiner das Gewusel und Gehupe nicht gewohnt ist und ängstlich darauf reagiert, dann zwingen Sie ihn bitte nicht über den Ku’damm oder in die S-Bahn zur Rush Hour. Umgehen Sie die Hauptverkehrsadern. Meistens sind es eh die Nebenstraßen, die die Leckerbissen für das Auge bereit halten.
Wild
Berlin ist zwar eine Großstadt, aber dennoch oder gerade deswegen fühlen sich hier auch Wildtiere wohl. In den Berliner Forsten gehören Wildschweine zum Alltag. Bei Nacht einem Fuchs mitten in Neukölln begegnen oder Streunerkatzen in Mitte zu treffen, ist normal. Daher sollten jagdtriebige Hunde an Schleppleinen geführt werden, um Unfälle zun vermeiden.
